Über das Werk
„Rodogune, princesse des Parthes" ist eine Tragödie von Pierre Corneille, uraufgeführt 1644 am wiedereröffneten Théâtre du Marais in Paris und 1647 gedruckt. Corneille selbst hielt sie für sein bestes Stück.
Handlung
Königin Cléopâtre von Syrien hat ihren Mann Nicanor aus Eifersucht auf dessen Geliebte, die parthische Prinzessin Rodogune, ermorden lassen. Um die Macht zu behalten, verspricht sie ihren Zwillingssöhnen Séleucus und Antiochus den Thron, wenn einer von ihnen Rodogune tötet – ohne zu wissen, dass beide sie lieben. Als die Söhne sich weigern, vergiftet Cléopâtre selbst Séleucus, wird aber entlarvt und trinkt am Ende den Giftbecher, den Rodogune verweigert.
Kulturelle Bedeutung
Mit ihrer bis zum Schluss gesteigerten Intrige und der Muttergestalt Cléopâtre als einer der düstersten Figuren des klassischen französischen Theaters zählt „Rodogune" zu den meistgerühmten Tragödien Corneilles und stand lange im Repertoire der Comédie-Française.
