Rockaby
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Samuel Beckett
Theater · 1981
DramaKlassiker

Über das Werk

Einakter von Samuel Beckett, 1980 auf Englisch verfasst für ein Symposium an der State University of New York in Buffalo zu Becketts 75. Geburtstag und am 8. April 1981 ebendort uraufgeführt, in der Regie von Alan Schneider mit Billie Whitelaw in der Hauptrolle.

Handlung

Eine alte Frau sitzt in einem von ihrer verstorbenen Mutter geerbten Schaukelstuhl. Eine Tonbandstimme – ihre eigene – erzählt in monotonem Rhythmus von einem Leben, das im Warten am Fenster auf „ein weiteres Wesen wie sie selbst" verging. Viermal fordert die Frau mit einem knappen Wort die Fortsetzung der Erzählung ein, bevor sie am Ende reglos und schweigend zur Ruhe kommt.

Kulturelle Bedeutung

Der Titel spielt auf das englische Wiegenlied „Rock-a-bye Baby" an, dessen unheilvoller Unterton – das Kind fällt mitsamt der Wiege vom Baum – Becketts Bild vom Schaukeln zwischen Leben und Sterben unterlegt. Whitelaw erhielt für ihre Darstellung einen Obie Award; D. A. Pennebaker und Chris Hegedus hielten die Proben in London und die Uraufführung in Buffalo in einem Dokumentarfilm fest.

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