Über das Werk
Parodierende Zauberposse in zwei Aufzügen von Johann Nestroy, uraufgeführt am 9. Oktober 1833 im Theater an der Wien mit der Musik von Adolf Müller senior. Direktor Carl Carl beauftragte Nestroy, statt einer geplanten Parodie auf Ernst Raupachs Schauspielfassung lieber Giacomo Meyerbeers gerade in Wien gefeierte Oper „Robert le diable“ ins Visier zu nehmen, und Nestroy übertrug den Stoff in eine Wiener Vorstadtwelt.
Handlung
Robert verspielt sich im Karten- und Kegelspiel gegen den dämonischen Kommissionär Bertram, während der Vater seiner Verlobten Isabella von ihm verlangt, sich zu bessern. Bertram lockt Robert mit einem Zauber um einen goldenen Zapfhahn in Versuchung, doch Reimboderl und Liserl bewahren ihn im letzten Moment vor der Verdammnis. Nach seiner Reue bekommt Robert Isabella zur Frau, während Bertram in der Unterwelt seine Strafe erhält.
Kulturelle Bedeutung
Mit 70 Aufführungen bis 1853 gehörte das Stück zu Nestroys erfolgreichen Opernparodien; es lebte wesentlich davon, dass Nestroy selbst den Bertram spielte, und zeigt, wie er großes Pariser Opernmaterial für das Vorstadtpublikum zugänglich machte.