Über das Werk
Ricciardo e Zoraide ist ein Dramma in zwei Akten von Gioachino Rossini nach einem Libretto von Francesco Berio di Salsa, das auf den Gesängen XIV und XV von Niccolò Forteguerris Versepos „Il Ricciardetto“ beruht. Die Uraufführung fand am 3. Dezember 1818 am Teatro San Carlo in Neapel statt, mit Isabella Colbran als Zoraide und Andrea Nozzari als Agorante.
Handlung
Zur Zeit der Kreuzzüge liebt der christliche Ritter Ricciardo Zoraide, die Tochter des entmachteten Fürsten Ircano. König Agorante hat Zoraide entführt und droht ihr mit der Hinrichtung. Verkleidet dringt Ricciardo in den Palast ein, während Ircano als geheimnisvoller, schwarz gepanzerter Kämpfer auftritt. Nach Intrigen und einem militärischen Eingreifen der Kreuzritter siegen die Liebenden über Agorante und finden zueinander.
Kulturelle Bedeutung
Die Oper blieb bis 1846 im Repertoire, geriet danach jedoch in Vergessenheit und wurde erst 1990 beim Rossini Opera Festival in Pesaro wiederentdeckt. Autographe der Partitur haben sich in Neapel, Pesaro und Brüssel erhalten – ein Hinweis auf die frühere Verbreitung des Werks.
