Über das Werk
Oper (op. 129) in Prolog und Hauptakt von Peter Maxwell Davies nach eigenem Libretto, uraufgeführt am 18. September 1987 am Staatstheater Darmstadt. Die Idee zu dem Werk geht auf das Jahr 1963 zurück; Davies arbeitete jedoch mehr als zwei Jahrzehnte an seiner Ausführung.
Handlung
Im Zentrum steht eine von einer Schaufensterpuppe verkörperte Figur, die von ihrer Umgebung – Autoritätsfiguren, Werbung, Fernsehen – zur Konformität gezwungen wird. Im Hauptakt unterziehen Chirurgen die erwachsene Figur Operationen an Gehirn, Herz und Geschlechtsorganen, um ihre Aufsässigkeit zu korrigieren; nach ihrer Auferstehung in Riesengröße wendet sie sich mit einer zum Maschinengewehr gewordenen Waffe gegen die Chirurgen und das Publikum.
Kulturelle Bedeutung
Davies rechnet mit dem Werk mit gesellschaftlicher Konformität sowie religiösem und politischem Fanatismus ab; Beobachter sahen darin auch Bezüge zum Thatcherismus der 1980er Jahre. Die bewusst grelle, comicartige Überzeichnung wurde von der Kritik als absichtlich geschmacklose, gewalttätige Moritat beschrieben.