Über das Werk
Schauspiel von August Strindberg, im schwedischen Original „Brott och brott“ (wörtlich „Verbrechen und Verbrechen“), 1899 verfasst und am 26. Januar 1900 am Dramaten in Stockholm uraufgeführt. Strindberg selbst bezeichnete das Stück als Komödie, während Max Reinhardt es 1902 in seiner Berliner Inszenierung als Tragikomödie auffasste.
Handlung
Der Dramatiker Maurice verlässt nach einem gefeierten Premierenerfolg seine Lebensgefährtin Jeanne und deren gemeinsame Tochter Marion, um sich der Bildhauerin Henriette zuzuwenden. Als er sich insgeheim den Tod des Kindes wünscht, um frei zu sein, stirbt Marion kurz darauf tatsächlich; unter dem Verdacht, sie ermordet zu haben, verliert Maurice Ruf und Freunde, bis seine Unschuld erwiesen und er künstlerisch rehabilitiert wird.
Kulturelle Bedeutung
Der Titel spielt auf Dostojewskis „Schuld und Sühne“ an und rückt wie dieser die Frage nach Schuld jenseits einer nachweisbaren Tat ins Zentrum. Das Stück zählt zu Strindbergs meistgespielten späteren Dramen und wurde mehrfach verfilmt, unter anderem 1919 von Ernst Lubitsch; im deutschsprachigen Theater ist es unter dem Titel „Rausch“ bis heute etwa über Suhrkamp Theater im Bühnenvertrieb erhältlich.
