Raoul Barbe-bleue
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Raoul Barbe-bleue

André-Ernest-Modeste Grétry
Oper · 1789

Über das Werk

Opéra-comique in drei Akten von André-Ernest-Modeste Grétry nach einem Libretto von Michel-Jean Sedaine, das auf Charles Perraults Märchen „Barbe bleue“ aus den „Contes de ma mère l'oye“ (1697) zurückgeht. Die Uraufführung fand am 2. März 1789 an der Salle Favart der Comédie-Italienne in Paris statt.

Handlung

Isaure wird gegen ihren Willen mit dem reichen Raoul verheiratet, der zuvor drei frühere Frauen aus Eifersucht getötet hat. Er stellt sie auf die Probe, indem er ihr alle Zimmer seines Schlosses außer einem öffnet. Isaure öffnet das verbotene Zimmer, findet die Leichen und flieht mit ihrem Geliebten Vergy; die Väter der Ermordeten und Vergy töten Raoul.

Kulturelle Bedeutung

Statt der angekündigten Komödie geriet das Werk zu einer düsteren Abrechnung mit Feudalherrschaft und erschien wenige Monate vor Ausbruch der Französischen Revolution – Zeitgenossen lasen es als politische Zeitkritik. International erfolgreich, wurde der Stoff später mehrfach neu vertont, unter anderem von Jacques Offenbach (1866).

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