Radamisto
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Radamisto

Georg Friedrich Händel
Oper · 1720

Über das Werk

Radamisto ist eine Opera seria in drei Akten von Georg Friedrich Händel und seine erste Oper für die neu gegründete Royal Academy of Music. Nicola Francesco Haym verfasste das Libretto nach Domenico Lallis „L'amor tirannico“ (1712), das seinerseits auf Georges de Scudérys Schauspiel „L'amour tyrannique“ (1638) zurückgeht. Die Uraufführung fand am 27. April 1720 am King's Theatre in London statt, in Anwesenheit von König Georg I.

Handlung

Der armenische König Tiridate begehrt in blinder Leidenschaft Zenobia, die Frau des thrakischen Prinzen Radamisto, und zieht dafür gegen dessen Reich in den Krieg. Zenobia und Radamisto entkommen nur durch List und Verkleidung der Gefangenschaft, während Tiridates eigene Frau Polissena zwischen Loyalität und Verzweiflung steht. Am Ende bringt die Großmut des bedrängten Paares Tiridate zur Einsicht; er bittet um Vergebung und gibt seine Gefangenen frei.

Kulturelle Bedeutung

Die Uraufführung war ein großer Erfolg mit zehn Vorstellungen in der ersten Spielzeit und begründete Händels Ruf als führender Opernkomponist der neuen Akademie. Wegen eines Sängerwechsels existieren zwei eigenständige Fassungen (HWV 12a und 12b); aus der Oper stammt mit „Ombra cara“ eine der von Zeitgenossen und Nachwelt am meisten geschätzten Arien Händels.

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