Psyché
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Psyché

Jean-Baptiste Lully
Oper · 1678

Über das Werk

Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten von Jean-Baptiste Lully, uraufgeführt am 19. April 1678 durch die Académie royale de musique im Théâtre du Palais-Royal in Paris. Das Libretto stammt von Thomas Corneille – möglicherweise unter Mitarbeit von Bernard Le Bovier de Fontenelle –, der für die neue Oper mehrere Zwischenspiele wiederverwendete, die Lully bereits 1671 für die gleichnamige Ballettkomödie von Molière, Pierre Corneille und Quinault komponiert hatte. Laut dem Mercure galant entstanden Text und Musik in nur drei Wochen.

Handlung

Psyché, deren Schönheit den Zorn der Venus erregt, verliebt sich in deren Sohn Amor. Aus Neid und Argwohn muss sie mehrere von Venus gestellte Prüfungen bestehen, darunter eine Reise in die Unterwelt. Erst nachdem sie all diese Qualen überstanden hat, wird sie unsterblich und darf für immer bei Amor bleiben.

Kulturelle Bedeutung

Obwohl Lully selbst Zweifel an Corneilles Text hegte, wurde Psyché ein großer Bühnenerfolg und 1703 sowie 1713 wiederaufgenommen. Das Werk zeigt beispielhaft, wie Lully bewährtes Material aus höfischen Ballettkomödien in die neue Gattung der Tragédie en musique überführte.

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