Phaëton
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Phaëton

Jean-Baptiste Lully
Oper · 1683
TragödieKlassiker

Über das Werk

Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten von Jean-Baptiste Lully nach einem Libretto von Philippe Quinault, das auf einer Erzählung aus Ovids „Metamorphosen“ beruht. Die Oper wurde um den 6. Januar 1683 im Manège der Grande Écurie von Versailles uraufgeführt, bevor sie am 27. April desselben Jahres auch am Théâtre du Palais-Royal in Paris gezeigt wurde.

Handlung

Phaëton, Sohn des Sonnengottes, drängt seinen Nebenbuhler Epaphus um Prinzessin Libye aus dem Weg und lässt sich zum Thronfolger Ägyptens machen. Um seine göttliche Abstammung zu beweisen, erbittet er von seinem Vater den Sonnenwagen, verliert jedoch die Kontrolle über die Pferde. Jupiter zerschmettert den außer Kontrolle geratenen Wagen mit einem Blitz und stürzt Phaëton in den Tod.

Kulturelle Bedeutung

Wegen seiner ungewöhnlich breiten Beliebtheit beim Pariser Publikum wurde das Werk als „Opéra du peuple“ bekannt und blieb bis 1753 im Repertoire. Die Geschichte des maßlos nach oben strebenden Phaëton wurde schon von Zeitgenossen als Warnung an Höflinge gelesen, die sich der Sonne des Königs zu sehr näherten.

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