Über das Werk
Peter Pan ist die Bühnenfassung des Stoffes um den Jungen, der nicht erwachsen werden will, den der schottische Schriftsteller J. M. Barrie schuf. Barrie führte die Figur in seinem Theaterstück „Peter Pan, or The Boy Who Wouldn't Grow Up" ein, das 1904 in London uraufgeführt wurde; 1911 folgte die Romanfassung „Peter und Wendy". Erzählt wird von Peter Pan und der Fee Tinker Bell, die das Mädchen Wendy und ihre Brüder ins Nimmerland entführen – ein Reich der verlorenen Jungen, Piraten und Meerjungfrauen, in dem niemand altert. Der Stoff wurde in zahllosen Theater-, Musical- und Filmfassungen bearbeitet; im Mittelpunkt steht stets die zwiespältige Sehnsucht nach ewiger Kindheit.
Handlung
Im Hause der Familie Darling in London erscheint nachts Peter Pan auf der Suche nach seinem verlorenen Schatten. Er lehrt Wendy und ihre Brüder John und Michael das Fliegen und nimmt sie mit ins Nimmerland. Dort werden sie von den „verlorenen Jungen" aufgenommen, müssen sich aber gegen den finsteren Captain Hook und seine Piraten behaupten, der seinerseits eine Rechnung mit Peter offen hat – seit dieser ihm die Hand abschlug, die ein Krokodil verschlang. Nach Abenteuern auf hoher See und in der Lagune der Meerjungfrauen siegt Peter über Hook. Wendy aber erkennt, dass sie nicht ewig Kind bleiben will, und kehrt mit ihren Brüdern nach Hause zurück.
Kulturelle Bedeutung
J. M. Barries Peter Pan zählt zu den einflussreichsten Figuren der modernen Kinderliteratur und wurde zum kulturellen Sinnbild für die Sehnsucht nach ewiger Jugend – bis hin zum psychologischen Schlagwort des „Peter-Pan-Syndroms". Das Nimmerland, die fliegenden Kinder und das tickende Krokodil gehören zum festen Bildvorrat der Popkultur. Barrie vermachte die Rechte an seinem Werk einem Londoner Kinderkrankenhaus. Auf der Bühne lebt der Stoff von Flugzauber, Abenteuer und der melancholischen Frage, was beim Erwachsenwerden verloren geht.
