Über das Werk
Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten von Jean-Baptiste Lully nach einem Libretto von Philippe Quinault, das auf der Perseus-Sage aus Ovids „Metamorphosen“ beruht. Die Oper wurde im April 1682 an der Académie royale de musique in Paris uraufgeführt und im Juli desselben Jahres am Hof in Versailles wiederholt.
Handlung
König Céphée verspricht seine Tochter Andromède dem Helden Persée, sollte dieser die Gorgone Méduse töten. Mit göttlichen Waffen ausgestattet, gelingt Persée die Tötung der schlafenden Méduse; anschließend rettet er Andromède vor einem Seeungeheuer, indem er ihm mit Méduses abgeschlagenem Kopf entgegentritt. Bei der Hochzeitsfeier greift der zurückgewiesene Nebenbuhler Phinée an, wird jedoch ebenfalls durch den Blick der Gorgone zu Stein.
Kulturelle Bedeutung
Zeitgenossen lasen in der Geschichte eine Verherrlichung Ludwigs XIV.: Persées Sieg über die Gorgonen wurde als Anspielung auf die militärischen Erfolge des Königs über seine europäischen Gegner gedeutet. Das Werk blieb bis 1746 im Repertoire und wurde 1770 für die Hochzeitsfeierlichkeiten des künftigen Ludwig XVI. eigens überarbeitet.
