Über das Werk
Persée et Andromède ist ein dreiaktiges Ballet-Pantomime mit Musik von Étienne-Nicolas Méhul und Choreografie von Pierre Gardel, dem Ballettmeister der Pariser Oper. Die Uraufführung fand am 8. Juni 1810 an der Académie impériale de musique in Paris statt; Méhul komponierte und arrangierte die Musik eigens für die Produktion, unter anderem mit einem eingefügten Rondo nach Daniel Steibelt.
Handlung
Perseus liebt heimlich Andromeda am Hof ihres Vaters, König Cephäus, und muss sie im Wettstreit gegen den Rivalen Phinée behaupten. Mit Hilfe der Götter – darunter Jupiter, Merkur und Pallas – tötet er die Medusa und reitet auf dem geflügelten Pferd Pegasus. Als Neptun zur Strafe ein Meeresungeheuer schickt, rettet Perseus Andromeda, besiegt das Untier und versteinert Phinées Anhänger, bevor die Hochzeit gefeiert wird.
Kulturelle Bedeutung
Das aufwendig ausgestattete Ballett mit mythologischem Götterapparat war Karl Philipp zu Schwarzenberg, dem österreichischen Botschafter, gewidmet und erlebte bis 1812 rund 20 Aufführungen. Zeitgenössische Berichte rühmten insbesondere die Tanzleistungen und die auf die Handlung abgestimmte Musik.