Über das Werk
„Ästhetische komische Oper“ in zwei Akten von Arthur Sullivan und William Schwenck Gilbert, uraufgeführt am 23. April 1881 im Opera Comique London und ab 10. Oktober 1881 im neu eröffneten Savoy Theatre weitergespielt – dem ersten Theater mit elektrischer Beleuchtung. Gilbert wandelte eine ursprünglich geplante Satire auf rivalisierende Geistliche in eine Parodie auf die ästhetische Bewegung um.
Handlung
Eine Schar schwärmerischer junger Frauen vergöttert den affektierten Dichter Reginald Bunthorne, während die einfache Milchmagd Patience sich nichts aus Poesie macht. Als Bunthornes Rivale, der ebenso ästhetisch posierende Archibald Grosvenor, auftritt, wendet sich die allgemeine Schwärmerei ihm zu. Am Ende entlarvt sich der Ästhetizismus beider Dichter als Pose, und die Paare finden sich neu zusammen.
Kulturelle Bedeutung
Mit 578 Aufführungen persiflierte das Werk Vertreter der ästhetischen Bewegung wie Oscar Wilde, James McNeill Whistler und Algernon Swinburne und gilt als eine der schärfsten zeitgenössischen Bühnensatiren auf die Kunstszene des viktorianischen London.
