Parade
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Parade

Erik Satie
Ballett · 1917

Über das Werk

„Parade“ ist ein einaktiges Ballett mit Musik von Erik Satie nach einem Szenario von Jean Cocteau, mit Bühnenbild und Kostümen von Pablo Picasso und einer Choreografie von Léonide Massine. Sergei Diaghilews Ballets Russes brachte das Werk am 18. Mai 1917 im Théâtre du Châtelet in Paris unter der musikalischen Leitung von Ernest Ansermet zur Uraufführung.

Handlung

Eine Schaustellertruppe wirbt auf offener Straße mit kurzen Kostproben – einem chinesischen Zauberer, einem amerikanischen Mädchen, Akrobaten und einem Pferdegespann – für ihre Zirkusvorstellung. Das Publikum hält die Werbung fälschlich bereits für die eigentliche Vorführung und bleibt fern, sodass die Truppe erfolglos zurückbleibt.

Kulturelle Bedeutung

Saties Partitur mit eingebauten Alltagsgeräuschen wie Schreibmaschine und Schiffssirene sowie das kubistische Bühnenbild Picassos lösten bei der Premiere einen Skandal aus, der mit kriegsbedingten politischen Spannungen zusammenfiel. Guillaume Apollinaires Programmtext prägte für das Werk erstmals den Begriff „Surrealismus“; „Parade“ gilt seither als Schlüsselwerk einer modernen, mehrere Künste verbindenden Tanztheaterform.

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