Über das Werk
Paracelsus ist ein Versspiel in einem Akt von Arthur Schnitzler, das 1898 entstand und im November desselben Jahres in der Zeitschrift Cosmopolis erschien. Die Uraufführung fand am 1. März 1899 am Burgtheater in Wien statt.
Handlung
Im Basel des 16. Jahrhunderts lädt der Waffenschmied Cyprian seinen alten Bekannten, den Arzt und Magier Paracelsus, in sein Haus. Paracelsus versetzt Cyprians Frau Justina, die er einst liebte, in Hypnose; unter ihrem Einfluss offenbart sie ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Nach dem Erwachen entscheidet sich Justina, bei ihrem Mann zu bleiben – doch die Grenze zwischen Wahrheit und Suggestion bleibt aufgerissen.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück nimmt psychologische Fragen der Hypnose- und Unbewusstseinsforschung vorweg, die kurz darauf die Psychoanalyse prägten; Sigmund Freud äußerte sich später anerkennend darüber, wie genau Schnitzler unbewusste Vorgänge erfasst habe.