Über das Werk
Oper in vier Akten von Nikolai Rimski-Korsakow nach einem eigens für ihn verfassten Libretto von Ilja Tjumenew, angesiedelt im Polen des 16./17. Jahrhunderts. Komponiert 1902/03, wurde das Werk am 16. Oktober 1904 (3. Oktober a. St.) im Großen Saal des Sankt Petersburger Konservatoriums uraufgeführt.
Handlung
Der mächtige Gutsherr Pan Wojewode begehrt die verwaiste Adlige Marija und lässt sie trotz ihrer Verlobung mit Chaplinski gewaltsam entführen; als dieser sich widersetzt, verurteilt ihn der Wojewode zum Tode. Seine eifersüchtige frühere Geliebte Jadwiga besorgt daraufhin Gift für einen Racheplan, der jedoch fehlschlägt: Statt der Braut trifft es den Wojewoden selbst, sodass Marija und Chaplinski zueinanderfinden.
Kulturelle Bedeutung
Mit seiner melodramatischen, bewusst unpolitisch gehaltenen Handlung gehört „Pan Wojewode“ zu den seltener gespielten Opern Rimski-Korsakows; hervorgehoben werden vor allem die polnischen Tänze wie Krakowiak und Polonaise sowie das nächtliche Mondschein-Duett.
