Palestrina
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Palestrina

Hans Pfitzner
Oper · 1917

Über das Werk

Palestrina ist eine „musikalische Legende“ in drei Akten von Hans Pfitzner nach einem eigenen Libretto, das die Überlieferung um die Rettung der mehrstimmigen Kirchenmusik durch den Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina im 16. Jahrhundert aufgreift. Die Uraufführung leitete Bruno Walter am 12. Juni 1917 am Prinzregententheater München mit Karl Erb in der Titelrolle.

Handlung

Kardinal Borromeo drängt den alternden, um seine verstorbene Frau trauernden Palestrina, im Auftrag des Konzils von Trient eine neue Messe zu schreiben, die beweisen soll, dass mehrstimmige Musik in der Liturgie erhalten bleiben darf. Palestrina lehnt zunächst ab, komponiert die Messe dann aber in einer einzigen Nacht, nachdem ihm im Traum verstorbene Meister und seine tote Frau erscheinen. Im dritten Akt wird die Messe erfolgreich aufgeführt, der Papst ehrt Palestrina, und Borromeo bittet ihn um Verzeihung.

Kulturelle Bedeutung

Pfitzner, der die Legende historisch frei ausschmückte, verstand „Palestrina“ als sein Lebenswerk und als Bekenntnis zur spätromantischen, an Wagner geschulten Kunst gegen die Moderne; nach 1945 geriet das Werk wegen Pfitzners Nähe zum Nationalsozialismus zeitweise in Verruf, gehört inzwischen aber wieder zu den anspruchsvollen Repertoirestücken deutscher Opernhäuser.

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