Über das Werk
Dramma pastorale in drei Akten von Antonio Vivaldi nach einem Libretto von Domenico Lalli, das auf Francesco Maria Picciolis Text zu Carlo Pallavicinos Oper „Messalina“ (1679) zurückgeht. Die Uraufführung am 17. Mai 1713 im Teatro delle Grazie in Vicenza war Vivaldis Bühnendebüt als Opernkomponist im Alter von 35 Jahren.
Handlung
Der römische Kaiser Ottone hat sich auf sein Landgut zurückgezogen und liebt die kokette Cleonilla, die mit zwei jungen Verehrern spielt. Einer von ihnen ist in Wirklichkeit die als Mann verkleidete Tullia, die selbst an Caio hängt und aus Eifersucht Cleonillas Tod plant. Verwechslungen und Verkleidungen sorgen für Verwirrung, bis sich Tullias wahre Identität offenbart und Ottone die Liebespaare versöhnt.
Kulturelle Bedeutung
Als Vivaldis erste Oper eröffnete das Werk seine Doppelkarriere als Komponist und Theaterunternehmer in Venedig; einzelne Arien verbreiteten sich rasch über Italien hinaus. Ungewöhnlich für Vivaldi kommt die Oper ganz ohne Chor aus und wurde mit kleinem Ensemble außerhalb Venedigs uraufgeführt.
