Über das Werk
Donizetti komponierte Otto mesi in due ore 1827 als Melodramma romantico in drei Teilen nach einem Libretto von Domenico Gilardoni, das auf Sophie Cottins Roman Élisabeth, ou Les exilés de Sibérie (1806) und Luigi Marchionnis Bühnenfassung davon zurückgeht. Die Uraufführung am 13. Mai 1827 am Teatro Nuovo in Neapel war seine erste Oper als musikalischer Leiter des Hauses.
Handlung
Elisabetta, Tochter des zu Unrecht nach Sibirien verbannten Grafen Potoski, macht sich auf den gefahrvollen Weg nach Moskau, um beim Zaren die Unschuld ihrer Familie zu erwirken; unterwegs übersteht sie die Verfolgung durch einen früheren Ankläger, tatarische Räuber und eine Überschwemmung, bis sie dessen schriftliches Geständnis an den Kaiser bringen kann, der ihren Vater rehabilitiert.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk wurde mit rund 50 Vorstellungen in der ersten Spielzeit außergewöhnlich erfolgreich und für seine aufwendige Bühnenmaschinerie gerühmt. 1835 folgte in Turin eine überarbeitete Fassung mit neuem Text von Jacopo Ferretti.