Über das Werk
Osud (Schicksal) ist eine Oper in drei Akten von Leoš Janáček nach einem Libretto der Lehrerin Fedora Bartošová. Janáček komponierte das Werk zwischen 1903 und 1907, doch zu seinen Lebzeiten kam es zu keiner Aufführung; die szenische Uraufführung fand erst am 25. Oktober 1958 in Brünn statt.
Handlung
Der Komponist Živný und seine frühere Geliebte Míla begegnen sich nach Jahren der Trennung wieder und entdecken, dass sie ein gemeinsames Kind haben. Ihr Versuch eines Neuanfangs endet tragisch, als Mílas psychisch kranke Mutter beide in den Tod reißt.
Kulturelle Bedeutung
Die Anregung zu Osud erhielt Janáček 1903 im Kurort Luhačovice von einer Frau, die sich in einer fremden Oper wiedererkannt hatte; als eines von nur zwei erst postum uraufgeführten Werken Janáčeks gilt Osud wegen seines ungewöhnlichen Librettos bis heute als selten gespielt.