Orlando furioso
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Orlando furioso

Antonio Vivaldi
Oper · 1727
Klassiker

Über das Werk

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi nach einem Libretto von Grazio Braccioli über Stoffe aus Ludovico Ariostos Versepos „Der rasende Roland“ (1516). Die Uraufführung fand im November 1727 am Teatro Sant’Angelo in Venedig statt, wo Vivaldi zugleich als Impresario tätig war.

Handlung

Der Ritter Orlando liebt Angelica, die sich heimlich mit dem Soldaten Medoro vermählt; als Orlando davon auf der Zauberinsel der Fee Alcina erfährt, verfällt er dem Wahnsinn. Parallel dazu muss die Kriegerin Bradamante ihren von Alcina verzauberten Geliebten Ruggiero aus deren Bann befreien. Am Ende löst eine Zauberfackel sowohl Orlandos Wahn als auch Alcinas Macht auf.

Kulturelle Bedeutung

Die groß angelegte Wahnsinnsszene Orlandos, in der Vivaldi im dritten Akt sogar die alte Folia-Tanzweise zitiert, gilt als einer der dramatischen Höhepunkte seines venezianischen Opernschaffens. Nach mäßigem Erfolg bei der Uraufführung wurde das Werk erst ab den 1970er-Jahren wiederentdeckt und zählt heute zu den meistgespielten Opern Vivaldis.

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