Über das Werk
Letzte Tragödie des Sophokles, kurz vor seinem Tod 406 v. Chr. verfasst und erst postum 401 v. Chr. durch seinen Enkel in Athen uraufgeführt.
Handlung
Der blinde, verbannte Ödipus erreicht mit seiner Tochter Antigone den heiligen Hain von Kolonos bei Athen und findet dort, von König Theseus beschützt, seine letzte Zuflucht. Als Kreon versucht, ihn nach Theben zurückzuholen, greift Theseus ein. Ödipus verflucht seinen Sohn Polyneikes, bevor er unter geheimnisvollen Umständen an einem nur Theseus bekannten Ort stirbt.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gilt als Alterswerk und geistiges Vermächtnis des Sophokles; es verhandelt Schuld, Versöhnung und Gastrecht und stellt die athenische der thebanischen Ordnung gegenüber. Es beeinflusste unter anderem Peter Handkes Neuübersetzung (2003) und blieb bis in die Gegenwart auf deutschsprachigen Bühnen präsent.