Über das Werk
Die Nacht vor Weihnachten (russ. Ночь перед Рождеством) ist eine Oper in vier Akten von Nikolai Rimski-Korsakow nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolai Gogol. Die Uraufführung fand 1895 am Mariinski-Theater in St. Petersburg statt. Rimski-Korsakow verbindet derben dörflichen Humor, ukrainische Folklore und glitzernde Fantastik zu einem weihnachtlichen Bühnenmärchen voller Zauber, Sternenmusik und winterlicher Klangmalerei.
Handlung
In der Christnacht treibt der Teufel im ukrainischen Dorf Dikanka sein Unwesen und stiehlt sogar den Mond vom Himmel. Der Schmied Wakula liebt die kokette Oxana, die ihn nur erhören will, wenn er ihr die goldenen Pantöffelchen der Zarin bringt. Mithilfe des überlisteten Teufels, den er zwingt, ihn durch die Lüfte zu tragen, fliegt Wakula nach St. Petersburg, erbittet von der Zarin die kostbaren Schuhe und kehrt im Triumph heim. Oxana, die ihn längst vermisst hat, gesteht ihm ihre Liebe; die beiden finden zueinander.
Kulturelle Bedeutung
Gogols Vorlage inspirierte mehrere Komponisten – auch Tschaikowski vertonte sie (als „Die Pantöffelchen"). Rimski-Korsakows Fassung besticht durch ihre farbenreiche Orchestrierung, ihre Stern- und Schneebilder und die liebevolle Mischung aus Komik und Magie. Außerhalb Russlands selten gespielt, gilt das Werk als verstecktes Juwel des fantastischen Repertoires und kehrt zur Weihnachtszeit immer wieder auf die Bühnen zurück.
