Nina
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Nina

Giovanni Paisiello
Oper · 1789

Über das Werk

Nina, ossia la pazza per amore ist eine Commedia in einem Akt von Giovanni Paisiello nach einem Libretto von Giovanni Battista Lorenzi und Giuseppe Carpani, das auf der französischen Oper „Nina, ou la folle par amour“ (1786) von Benoît-Joseph Marsollier und Nicolas Dalayrac beruht. Sie entstand im Auftrag König Ferdinands IV. und wurde am 25. Juni 1789 im Theater des königlichen Lustschlosses Belvedere in San Leucio bei Caserta uraufgeführt, wo der König damals eine Musterkolonie für Seidenweber errichten ließ.

Handlung

Nina hat den Verstand verloren, weil ihr Vater sie mit einem reichen Mann statt mit ihrem Geliebten Lindoro verheiraten wollte und dieser bei einem daraufhin ausgetragenen Duell scheinbar getötet wurde. Sie irrt zwischen Hoffen und Warten umher, bis sich herausstellt, dass Lindoro überlebt hat. Beim Wiedersehen kehrt Ninas Verstand zurück, und der reuige Vater gibt seinen Segen zur Heirat.

Kulturelle Bedeutung

Die Titelpartie mit ihrer eindringlichen Wahnsinnsszene wurde zur Paraderolle von Sängerinnen wie Isabella Colbran und Giuditta Pasta und blieb bis weit ins 19. Jahrhundert im italienischen Repertoire präsent. Das Werk gilt als frühes Beispiel der Opera semiseria, die tragische und komische Elemente mischt, und beeinflusste so das italienische Musiktheater des 19. Jahrhunderts.

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