Über das Werk
Nerone ist eine Oper in drei Akten von Pietro Mascagni nach einem Libretto von Giovanni Targioni-Tozzetti, das auf Pietro Cossas Schauspiel „Nerone“ (1872) beruht. Sie war Mascagnis letztes vollendetes Bühnenwerk und wurde am 16. Januar 1935 an der Mailänder Scala unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt.
Handlung
Kaiser Nero verbringt seine Nächte in Schenken, rezitiert Sophokles, trinkt und rauft, statt zu regieren. Er verliebt sich in die junge Tänzerin Egloge, doch seine frühere Vertraute Atte lässt sie aus Eifersucht vergiften. Als das römische Volk schließlich Galba zum Kaiser ausruft, bricht Neros Herrschaft zusammen.
Kulturelle Bedeutung
Für die Uraufführung sandte Mascagni die Partitur an Mussolini, der die Widmung jedoch ablehnte und der Premiere fernblieb; an seiner Stelle erschien Galeazzo Ciano. Große Teile der Musik gehen auf das unvollendete Projekt „Vistilia“ von 1907 zurück, das Mascagni Jahre später für den Nerone-Stoff wiederverwendete.
