Über das Werk
Oper in einem Akt (zwei Szenen) von Nikolai Rimski-Korsakow nach Alexander Puschkins „kleiner Tragödie“ Mozart und Salieri (1830), deren Text der Komponist fast wörtlich vertonte. Die Uraufführung fand am 7. Dezember 1898 im Moskauer Solodownikow-Theater durch Sawwa Mamontows Private Russische Oper statt, mit Fjodor Schaljapin als Salieri und Bühnenbildern von Michail Wrubel.
Handlung
Der hoch angesehene Komponist Salieri quält sich mit Neid auf Mozarts müheloses Genie, das er als ungerecht gegenüber seiner eigenen, disziplinierten Lebensleistung empfindet. Bei einem gemeinsamen Essen in einer Schenke schüttet er heimlich Gift in Mozarts Glas. Während Mozart am Klavier improvisiert, bricht Salieri in Tränen aus – und tötet den Freund dennoch.
Kulturelle Bedeutung
Rimski-Korsakow schrieb das Werk auch als Hommage an Alexander Dargomyschskis „Der steinerne Gast“, ebenfalls einer wortgetreuen Puschkin-Vertonung, und webte Zitate aus Mozarts „Don Giovanni“ und dem Requiem ein. Die Uraufführungsbesetzung mit Schaljapin als Salieri gilt als eine der prägenden Interpretationen der Partie.
