Motezuma
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Motezuma

Antonio Vivaldi
Oper · 1733

Über das Werk

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi nach einem Libretto von Girolamo Alvise Giusti, uraufgeführt am 14. November 1733 im Teatro Sant'Angelo in Venedig. Das Werk zählt zu den frühesten Opern, die einen Stoff aus der Geschichte Amerikas behandeln.

Handlung

Das Libretto zeigt die letzten Stunden des Aztekenherrschers Motezuma in der Gefangenschaft des spanischen Eroberers Hernán Cortés. Anders als die Geschichte es überliefert, endet die Oper nicht mit seinem Tod, sondern versöhnlich: Auch das Liebespaar Teutile und Ramiro findet trotz der Feindschaft zwischen den Völkern zueinander.

Kulturelle Bedeutung

Laut dem Vivaldi-Forscher Michael Talbot zeigt Giustis Text eine für die Zeit ungewöhnliche Sympathie für den mexikanischen Herrscher und seine Frau. Die Partitur, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der Roten Armee beschlagnahmt und in die Sowjetunion gebracht worden war, galt lange als verschollen und wurde erst um die Jahrtausendwende identifiziert; um die Aufführungsrechte an der wiederentdeckten Musik kam es danach zu einem Rechtsstreit.

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