Über das Werk
Posse in zwei Aufzügen von Johann Nestroy, uraufgeführt am 5. Mai 1837 im Theater an der Wien mit der Musik von Adolf Müller senior. Nestroy schrieb das Stück als Auftragsarbeit, um den englischen Akrobaten W. Lawrence und P. Redisha, die als vermeintliche „Neuseeländer“ und stumme Figuren auftraten, eine dramatische Rahmenhandlung für ihre Kunststücke zu geben.
Handlung
Der Diener Moppel liebt die Magd Peppi, wird jedoch nach einem Schiffbruch nach Neuseeland verschlagen, von Korsaren gefangen genommen und in Marokko als Sklave verkauft. Mit Leidensgenossen gelingt ihm die Flucht, und bei einem Dorffest findet er zu Peppi zurück, nachdem er sich als Retter seines Herrn erwiesen hat. Zwei stumme Figuren beschließen das Stück mit akrobatischen Einlagen.
Kulturelle Bedeutung
Die zeitgenössische Kritik interessierte sich vor allem für die Kunststücke der Gastakrobaten und ließ am eigentlichen Stück wenig Lobenswertes: Der „Humorist“ fand daran „nichts Lobenswerthes“ zu sagen. Nestroy übernahm wenige Wochen nach der Premiere selbst eine Rolle im Stück.