Mona Lisa
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Mona Lisa

Max von Schillings
Oper · 1915
Tragödie

Über das Werk

Durchkomponierte Oper in zwei Akten mit Vor- und Nachspiel von Max von Schillings, Libretto von Beatrice Dovsky, uraufgeführt am 26. September 1915 im Neuen Hoftheater Stuttgart. Schillings komponierte das Werk 1913 innerhalb weniger Wochen in einem Turm bei Gürzenich.

Handlung

In der Rahmenhandlung besichtigt ein Ehepaar ein ehemaliges Florentiner Palazzo, heute ein Kloster, und erfährt dort die Geschichte der Lisa del Giocondo. Im Jahr 1492 entflammt die junge, mit dem viel älteren, wohlhabenden Francesco verheiratete Mona Lisa während eines Karnevalsfests erneut ihre Liebe zu Giovanni; als Francesco davon erfährt, sperrt er den Rivalen in seine Perlenkammer und wirft den Schlüssel weg. Mona Lisa findet den Schlüssel am nächsten Morgen im Fluss wieder und sperrt damit Francesco selbst ein, der darin umkommt, während sie an ihrem Schmerz stirbt.

Kulturelle Bedeutung

„Mona Lisa“ wurde Schillings' größter Bühnenerfolg und blieb es, während seine übrigen, stark an Richard Wagner orientierten Opern rasch aus dem Repertoire verschwanden. Das riesige Orchester mit 13 Holz- und 14 Blechbläsern, Harfen, Celesta und Orgel sowie doppelchörige Passagen zeugen von seinem spätromantischen Klangideal; der Turm bei Gürzenich, in dem die Oper entstand, trägt bis heute den Namen „Mona-Lisa-Turm“.

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