Über das Werk
Mörder, Hoffnung der Frauen ist Paul Hindemiths einaktige Vertonung von Oskar Kokoschkas gleichnamigem expressionistischem Drama aus dem Jahr 1907, komponiert 1919. Die Uraufführung fand am 4. Juni 1921 am Württembergischen Landestheater Stuttgart statt, im selben Dirigat von Fritz Busch wie Das Nusch-Nuschi, mit Bühnenbild und Choreografie von Oskar Schlemmer.
Handlung
In archaischer Vorzeit durchbricht ein namenloser Mann eine Kriegerschar und trifft auf eine Burgherrin. Aus gegenseitigen Verwundungen entwickelt sich eine gewaltsame, ambivalente Begegnung zwischen den beiden, an deren Ende die Frau stirbt und die übrigen Figuren entsetzt fliehen.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung wurde zunächst stürmisch gefeiert, doch schon die zweite Vorstellung war von politisch motivierten Tumulten begleitet. Das Werk gilt als eine der frühesten und prägendsten Bühnenvertonungen des literarischen Expressionismus.