Über das Werk
Michael Kramer ist ein naturalistisches Schauspiel in vier Akten von Gerhart Hauptmann aus dem Jahr 1900. Die Uraufführung fand am 21. Dezember 1900 am Deutschen Theater Berlin statt. Hauptmann verarbeitet darin eigene Erfahrungen aus seinem gescheiterten Bildhauereistudium an der Breslauer Kunstakademie.
Handlung
Der Maler und Akademielehrer Michael Kramer erkennt das künstlerische Talent seines aufsässigen Sohnes Arnold erst, nachdem dieser an Ausgrenzung, Spott und der eigenen Unfähigkeit zur Anpassung zerbrochen ist und sich das Leben nimmt. Seine fleißige, aber übersehene Tochter Michaline bleibt derweil im Schatten von Vater und Bruder.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück zählt zu den zentralen Werken des deutschen Naturalismus und behandelt den Konflikt zwischen künstlerischem Selbstanspruch und bürgerlicher Enge sowie zwischen den Generationen: Erst der Tod des Sohnes öffnet dem Vater die Augen.