Über das Werk
Mélidore et Phrosine ist ein Drame lyrique (Opéra comique) in drei Akten von Étienne-Nicolas Méhul nach einem Libretto von Antoine-Vincent Arnault, das den antiken Stoff von Hero und Leander frei verarbeitet. Die Uraufführung fand am 6. Mai 1794 am Théâtre Favart in Paris statt.
Handlung
Mélidore liebt Phrosine, doch ihre Brüder Aimar und Jule verhindern die Verbindung — Aimar aus Standesdünkel, Jule aus heimlicher, inzestuöser Begierde nach der eigenen Schwester. Bei der Flucht der Liebenden verwundet Mélidore Aimar scheinbar tödlich; als Phrosine bei Nacht zu einem als Einsiedler verkleideten Mélidore schwimmen will, folgt sie versehentlich dem falschen Licht auf dem Boot ihres Bruders und ertrinkt, wird aber von Mélidore ins Leben zurückgeküsst.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk gilt als frühes Beispiel romantischer Oper in Frankreich und wurde bei der Uraufführung kontrovers aufgenommen: Teile der Kritik feierten es als Meisterwerk, andere reagierten reserviert.