Mein Name sei Gantenbein
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Mein Name sei Gantenbein

Max Frisch
Theater · 1964
Klassiker

Über das Werk

„Mein Name sei Gantenbein“ ist ein Roman des Schweizer Schriftstellers Max Frisch, der im Herbst 1964 bei Suhrkamp erschien und neben „Stiller“ und „Homo faber“ zu seinen wichtigsten Prosawerken zählt. Frisch arbeitete ab 1960 rund drei Jahre daran; eine erste Fassung schloss er im Mai 1963 unter dem Titel „Lila oder Ich bin blind“ ab. Auf der Bühne wird der Roman in eigenen Fassungen gespielt, etwa am Schauspielhaus Zürich in der Spielzeit 2013/14 und seit Januar 2022 am Berliner Ensemble als Solo für Matthias Brandt in Fassung und Regie von Oliver Reese.

Handlung

Ein namenloser Ich-Erzähler, den seine Frau verlassen hat, erfindet in 91 assoziativ montierten Abschnitten mögliche Lebensläufe und Rollen für sich. Die zentrale Figur ist Theo Gantenbein, der sich nach einem Autounfall als blind ausgibt und sich mit dunkler Brille und Stock den Ansprüchen seiner Umgebung entzieht. Um die Schauspielerin Lila kreisen drei ausgedachte Männer: Gantenbein, Felix Enderlin und František Svoboda. Als Gantenbein Lila schließlich eingesteht, dass er die ganze Zeit sehen konnte, fühlt sie sich hintergangen und verlässt ihn.

Kulturelle Bedeutung

Die Kritik reagierte zunächst gespalten, doch das Buch verkaufte sich binnen Monaten mehr als 100.000-mal und gilt heute als einer von Frischs einflussreichsten Romanen. Die Literaturwissenschaft liest es als spielerische, fast postmoderne Untersuchung der Frage, wie Menschen ihre Identität aus erfundenen Geschichten zusammensetzen. Michael Bullocks englische Übersetzung erschien 1965 als „A Wilderness of Mirrors“, später als „Gantenbein“; 1966 entstand eine Hörspielfassung.

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Kommende Aufführungen
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24. November 2026
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