Über das Werk
Mein Freund Bunbury ist ein Musical von Gerd Natschinski auf ein Buch von Helmut Bez und Liedtexte von Jürgen Degenhardt, frei nach Oscar Wildes Komödie „Bunbury" (The Importance of Being Earnest). Die Uraufführung fand 1964 am Metropol-Theater Berlin statt. Es gilt als eines der erfolgreichsten und prägendsten Musicals der DDR und verbindet Wildes Gesellschaftskomödie mit eingängiger, jazz- und schlagernaher Musik.
Handlung
Der Lebemann Jack Worthing hat sich einen fiktiven kranken Freund namens „Bunbury" erfunden, dessen angebliche Notlagen ihm jederzeit eine Ausrede für Ausflüge in die Stadt liefern. Auch sein Freund Algernon bedient sich der Methode. Aus dem Doppelspiel der beiden um Standesdünkel, Verlobungen und die richtige Identität entspinnt sich ein turbulentes Verwechslungsspiel, an dessen Ende – nach allerlei Enthüllungen über Herkunft und wahre Namen – die Paare glücklich zueinanderfinden.
Kulturelle Bedeutung
Mein Freund Bunbury war ein Kassenschlager der DDR-Unterhaltungskunst und lief jahrzehntelang erfolgreich; mehrere Songs wurden populäre Evergreens. Das Werk steht für den Versuch, im Osten ein eigenes, anspruchsvolles Musical-Genre zu etablieren. An der Komischen Oper Berlin wurde es im Rahmen der Reihe heiteren Musiktheaters aus DDR-Zeiten wieder auf die Bühne gebracht.
