Über das Werk
Opéra comique in drei Akten von Luigi Cherubini nach einem Libretto von François-Benoît Hoffman, das auf Euripides' Tragödie und Pierre Corneilles Drama „Médée" beruht. Die Uraufführung fand am 13. März 1797 am Théâtre Feydeau in Paris statt, mit gesprochenen Dialogen anstelle durchkomponierter Rezitative.
Handlung
Jason verstößt Médée, um die korinthische Königstochter Dircé zu heiraten. Aus Rache tötet die verlassene Médée ihre Rivalin mit einem vergifteten Gewand und ersticht anschließend die beiden gemeinsamen Kinder, bevor sie sich selbst das Leben nimmt.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung blieb mit rund zwanzig Vorstellungen ein mäßiger Erfolg. Im 20. Jahrhundert wurde das Werk vor allem in einer italienischen Fassung als „Medea" mit nachträglich hinzugefügten, von Cherubini nicht autorisierten Rezitativen bekannt; ab 1953 machte Maria Callas die Titelpartie weltberühmt. An deutschsprachigen Häusern steht das Werk sowohl unter dem französischen Originaltitel als auch als „Medea" im Spielplan.
