Über das Werk
Medea in Corinto ist eine Oper in zwei Akten von Johann Simon Mayr nach einem Libretto von Felice Romani, der sich auf Euripides’ Tragödie sowie Domenico Morosinis gleichnamiges Schauspiel stützte. Die Uraufführung fand am 28. November 1813 am Teatro San Carlo in Neapel statt, mit Isabella Colbran als Medea und Andrea Nozzari als Giasone unter der Leitung von Giuseppe Festa.
Handlung
Die von Giasone verlassene Medea sinnt in Korinth auf Rache und will neben seiner neuen Braut auch die gemeinsamen Kinder töten. Anders als in Pierre Corneilles Vorlage wird Giasone am Ende daran gehindert, sich selbst zu richten.
Kulturelle Bedeutung
Romani führte gegenüber François-Benoît Hoffmans Libretto für Cherubinis „Médée“ die Figur des Aigeus neu ein und gestaltete den Stoff eigenständig. Neapels Regierung dankte Mayr eigens für den Erfolg; die Oper blieb etwa eine Generation auf europäischen Bühnen, geriet danach aber weitgehend in Vergessenheit und wurde erst rund 150 Jahre später wiederentdeckt.