Über das Werk
Matilde di Shabran ist ein Melodramma giocoso (Opera semiseria) in zwei Akten von Gioachino Rossini nach einem Libretto von Jacopo Ferretti, das auf François-Benoît Hoffmanns Textbuch zu Méhuls Euphrosine zurückgeht. Die Uraufführung fand am 24. Februar 1821 im Teatro Apollo in Rom statt, dirigiert vom Geiger Niccolò Paganini.
Handlung
Der frauenfeindliche Ritter Corradino, „Cuor di Ferro“ (Eisenherz) genannt, verliebt sich wider Willen in Matilde di Shabran, die auf seiner Burg Zuflucht sucht. Eine eifersüchtige Rivalin bezichtigt Matilde fälschlich der Befreiung eines Gefangenen und bringt sie damit in Todesgefahr; erst ihre Rettung und Matildes Vergebung wandeln Corradino zu einem liebesfähigen Mann.
Kulturelle Bedeutung
Die Premiere endete in Straßenkrawallen zwischen Anhängern und Gegnern Rossinis. Ungewöhnlich ist die Beteiligung Paganinis am Pult, der damit als einer der großen Virtuosen seiner Zeit mit dem anderen zusammenwirkte; vom Werk sind drei von Rossini autorisierte Fassungen überliefert (Rom 1821, Neapel 1821, Wien 1822).
