Über das Werk
Drama in sieben Bildern von Ernst Toller, im Oktober 1919 während seiner vorläufigen Festungshaft in Eichstätt in wenigen Tagen entworfen und 1921 bei Gustav Kiepenheuer veröffentlicht. Die Uraufführung fand als geschlossene Veranstaltung im November 1920 am Stadttheater Nürnberg unter der Regie Friedrich Neubauers statt.
Handlung
Die Intellektuelle Sonja Irene L. ruft die Arbeiter zum Generalstreik gegen den Krieg auf, gerät dabei aber in Konflikt mit dem „Namenlosen", der auf bewaffnete Revolution und Terror setzt. Nach der Niederlage der Aufständischen wird sie verhaftet und, obwohl ihr die Flucht angeboten wird, hingerichtet.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück, das Tollers Erfahrungen in der Münchner Räterepublik verarbeitet, wurde mit siebzehn Inszenierungen binnen drei Jahren – von Berlin bis New York und Tokio – zu seinem international erfolgreichsten Werk.