Marino Faliero
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Marino Faliero

Gaetano Donizetti
Oper · 1835
OperTragödie

Über das Werk

Marino Faliero ist eine Tragedia lirica in drei Akten von Gaetano Donizetti nach einem Libretto von Giovanni Emanuele Bidera (überarbeitet von Agostino Ruffini), das auf Casimir Delavignes Drama nach Lord Byrons Tragödie Marino Faliero, Doge of Venice beruht. Die Uraufführung am 12. März 1835 am Théâtre-Italien in Paris war Donizettis erste Pariser Premiere und vereinte mit Luigi Lablache, Giulia Grisi, Giovanni Battista Rubini und Antonio Tamburini dieselben vier Sänger, die zwei Monate zuvor am selben Haus Bellinis I puritani uraufgeführt hatten.

Handlung

Der venezianische Doge Marino Faliero sieht seine Frau Elena vom Patrizier Steno bedrängt; als Steno auch den Arsenalvorsteher Israele Bertucci beleidigt, schließt sich der Doge einer Verschwörung gegen den Rat der Vierzig an. Elenas Liebhaber Fernando, der Neffe des Dogen, fällt im Duell gegen Steno; die verratene Verschwörung scheitert, und Faliero wird zum Tode verurteilt. Vor der Hinrichtung gesteht Elena ihm die Affäre mit Fernando, und er verzeiht ihr.

Kulturelle Bedeutung

Die Oper markierte einen bewussten Bruch mit der Konvention, indem sie auf die übliche Schlussarie der Primadonna verzichtete. Sie blieb hinter dem Erfolg von I puritani zurück, wurde aber noch in London (1835), Florenz (1836) und New Orleans (1842) gespielt, ehe sie ab 1839 lange von den Bühnen verschwand und erst 1966 in Bergamo wiederentdeckt wurde.

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