Über das Werk
Federico García Lorca schrieb „Mariana Pineda“ zwischen 1923 und 1925 als seine erste abendfüllende Verstragödie; die Uraufführung fand am 24. Juni 1927 im Teatro Goya in Barcelona statt, mit Bühnenbild und Kostümen des jungen Salvador Dalí und Margarita Xirgu in der Titelrolle. Im Oktober desselben Jahres folgte die Premiere in Madrid am Teatro Fontalba.
Handlung
Das Stück erzählt von der Granadinerin Mariana Pineda, die 1831 unter der absolutistischen Herrschaft Ferdinands VII. eine von liberalen Frauen bestickte Freiheitsfahne für eine Verschwörung gegen den König versteckt. Als sie deswegen verhaftet wird, bietet ihr ein Richter die Freilassung im Austausch für die Namen ihrer Mitverschwörer an; Mariana lehnt ab und geht lieber in den Tod, als ihre Überzeugungen zu verraten.
Kulturelle Bedeutung
Nach dem Misserfolg seines ersten Stücks 1920 wertete Lorca „Mariana Pineda“ als seinen eigentlichen Bühnendurchbruch; für Dalí war das Bühnenbild seine erste professionelle Theaterarbeit. Der Stoff blieb im spanischen Theater präsent, unter anderem als Vorlage für Osvaldo Golijovs Oper „Ainadamar“ (2003).