Über das Werk
Maria Golovin ist eine dreiaktige, durchkomponierte Oper von Gian Carlo Menotti nach eigenem englischem Libretto. Sie entstand als Auftragswerk für die Weltausstellung Expo 58 und wurde am 20. August 1958 im Theater des amerikanischen Pavillons in Brüssel uraufgeführt.
Handlung
In einem europäischen Land, einige Jahre nach einem Krieg, wohnt die verheiratete Maria Golovin bei dem blinden Donato und geht mit ihm eine intensive Liebesbeziehung ein, während ihr Mann in Kriegsgefangenschaft ist. Nach dessen Rückkehr wird Donatos Eifersucht unerträglich, und er bedroht Maria in der Schlussszene mit einer Waffe. Donatos Mutter lenkt den Schuss ab, sodass Maria unversehrt bleibt, aber das Haus verlässt.
Kulturelle Bedeutung
Das Publikum reagierte begeistert, doch Kritiker fanden das Werk teilweise banal; die anschließende Broadway-Produktion wurde bereits nach fünf Vorstellungen abgesetzt, und die Oper blieb seither außerhalb des gängigen Repertoires.