Über das Werk
Manon Lescaut ist eine Opéra comique in drei Akten von Daniel-François-Esprit Auber nach einem Libretto von Eugène Scribe, uraufgeführt am 23. Februar 1856 am Théâtre de l'Opéra-Comique in Paris. Vorlage ist der Roman „Histoire du chevalier des Grieux et de Manon Lescaut“ (1731) des Abbé Prévost – dieselbe literarische Quelle, auf der später auch Massenets „Manon“ (1884) und Puccinis „Manon Lescaut“ (1893) beruhen.
Handlung
Der junge Chevalier Des Grieux verliebt sich in die lebenslustige Manon Lescaut, die zwischen ihrer Zuneigung zu ihm und dem Verlangen nach einem Leben in Luxus schwankt. Immer wieder durch Intrigen und wohlhabende Verehrer von ihm getrennt, kehrt Manon am Ende reumütig zu Des Grieux zurück und stirbt in seinen Armen.
Kulturelle Bedeutung
Aubers Fassung war die erste Produktion der Opéra-Comique, in der die Titelheldin auf der Bühne stirbt – fast zwei Jahrzehnte vor Bizets „Carmen“ (1875), das lange als Bruch mit den Konventionen des Hauses galt. Im Vergleich zu den späteren, heute deutlich populäreren Vertonungen von Massenet und Puccini wird Aubers Version nur noch selten gespielt.
