Man kann nie wissen
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Man kann nie wissen

George Bernard Shaw
Theater · 1899
KomödieKlassiker

Über das Werk

Komödie in vier Akten von George Bernard Shaw, im Sommer 1896 vollendet und 1898 in der Sammlung „Plays Pleasant" veröffentlicht. Eine für 1897 geplante Londoner Erstaufführung scheiterte, weil die Schauspieler das Stück für unspielbar hielten; uraufgeführt wurde es schließlich als geschlossene Vorstellung der Stage Society am 26. November 1899 im Royalty Theatre London, öffentlich erstmals 1900 im Strand Theatre. Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 24. September 1906 in Berlin unter der Regie Victor Barnowskys statt.

Handlung

Nach achtzehn Jahren im Ausland kehrt die selbstbewusste Schriftstellerin Margaret Clandon mit ihren erwachsenen Kindern Gloria und den Zwillingen Dolly und Phil in ein englisches Seebad zurück. Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit dem in Gloria verliebten, mittellosen Zahnarzt Valentine und dessen Vermieter stellt sich heraus, dass Letzterer der von der Familie totgeschwiegene, verlassene Vater ist. Vom Kellner William sanft gedrängt, müssen sich der Vater und die kühl-rationale Gloria allen eigenen Grundsätzen zum Trotz ihren Gefühlen stellen.

Kulturelle Bedeutung

Shaw wollte mit dem Stück ein Gegenstück zu Oscar Wildes Gesellschaftskomödie „Bunbury" (The Importance of Being Earnest) schaffen, das nicht bei reiner Society-Farce stehenbleibt, sondern echte Gefühle ernst nimmt; die Uraufführung verzögerte sich jahrelang, weil Schauspieler den Text zunächst für unspielbar hielten. Der allwissend-diskrete Kellner William gilt bis heute als eine der einprägsamsten Nebenfiguren in Shaws Frühwerk.

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