Über das Werk
M. Choufleuri restera chez lui le . . . ist ein einaktiger Opéra bouffe von Jacques Offenbach. Das Libretto wird dem Duc de Morny (unter dem Pseudonym M. de Saint-Rémy) zugeschrieben, vermutlich mit Beiträgen von Ludovic Halévy, Hector Crémieux und Ernest L'Épine. Das Werk wurde am 31. Mai 1861 als Privataufführung im Palais Bourbon vor Napoleon III. gespielt; die öffentliche Uraufführung folgte am 14. September 1861 im Théâtre des Bouffes-Parisiens.
Handlung
Der reiche, aber kulturferne Emporkömmling Choufleuri will mit einer Soiree berühmter italienischer Sänger vor der Pariser Gesellschaft glänzen. Als diese kurzfristig absagen, geben sich seine Tochter Ernestine und ihr heimlicher Geliebter Babylas selbst als die erwarteten Stars aus und improvisieren ein Pseudo-Italienisch; Choufleuri, der die Täuschung durchschaut, lässt sich zur Zustimmung zur Hochzeit erpressen.
Kulturelle Bedeutung
Der Titel spielt auf die Pariser Sitte an, den eigenen Empfangstermin anzukündigen, und macht sich über bürgerlichen Kunstsnobismus lustig. Wegen seiner Kürze und geringen sängerischen Anforderungen wird das Werk bis heute vor allem von Liebhaber- und Studioensembles gespielt; im deutschsprachigen Raum ist es auch unter dem Titel „Salon Pitzelberger“ bekannt.
