Lucrezia Borgia
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Lucrezia Borgia

Gaetano Donizetti
Oper · 1833
Tragödie

Über das Werk

Melodramma in einem Prolog und zwei Akten von Gaetano Donizetti nach einem Libretto von Felice Romani, uraufgeführt am 26. Dezember 1833 am Teatro alla Scala in Mailand. Donizetti wählte selbst Victor Hugos wenige Monate zuvor uraufgeführtes Drama „Lucrèce Borgia“ als Vorlage; Romani, der die Geschichte zunächst für zu drastisch hielt, musste sie zudem an die strenge Mailänder Zensur anpassen.

Handlung

Der junge Söldner Gennaro verliebt sich in eine unbekannte Frau, ohne zu ahnen, dass es sich um die gefürchtete Lucrezia Borgia handelt. Als sein Freundeskreis Lucrezia öffentlich beschimpft, lässt sie aus Rache alle vergiften – ohne zu wissen, dass Gennaro unter ihnen ist. Sie bietet ihm als Einzigem ein Gegengift an und offenbart ihm, dass sie seine Mutter ist, doch er stirbt, bevor die Wahrheit noch etwas ändern kann.

Kulturelle Bedeutung

Das Werk entstand zwischen „Anna Bolena“ (1830) und „Lucia di Lammermoor“ (1835) und gilt als eine von Donizettis dramaturgisch dichtesten Belcanto-Opern; sein Einfluss auf Verdis spätere Verbindung von Familienkonflikt und Rachetragödie wird bis heute hervorgehoben.

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