Über das Werk
Opéra-comique (Comédie mêlée d'ariettes) in einem Akt und in Versen von André-Ernest-Modeste Grétry nach einem Libretto von Jean-François Marmontel, dessen Figuren auf seiner moralischen Erzählung „L'école des pères“ beruhen. Die Uraufführung fand am 5. Januar 1769 an der Comédie-Italienne in Paris statt.
Handlung
Am Hochzeitstag von Lucile und dem jungen Dorval enthüllt ein Bauer, dass Lucile als Säugling mit dem inzwischen verstorbenen leiblichen Kind einer reichen Familie vertauscht wurde. Trotz des Schocks überzeugt Luciles Vater Timante den älteren Dorval, der Heirat weiter zuzustimmen, und die Hochzeit findet statt.
Kulturelle Bedeutung
Lucile wurde Grétrys erfolgreichste Oper der 1770er Jahre: Bis 1793 zählte sie 241 Aufführungen, bis 1814 weitere 49. Das Werk gilt als wegweisend für die Entwicklung der rührselig-empfindsamen Opéra-comique.
