Lohengrin
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Lohengrin

Johann Nestroy
Theater · 1859
Komödie

Über das Werk

Musikalisch-dramatische Parodie in vier Bildern von Johann Nestroy auf Richard Wagners gleichnamige Oper, mit Musik von Carl Binder; uraufgeführt am 31. März 1859 im Carltheater, mit Nestroy in der Titelrolle. Es war nach seiner „Tannhäuser“-Travestie Nestroys zweite Wagner-Parodie.

Handlung

Die schöne Elsa wird beschuldigt, ihren Bruder Pafnuzi ermordet zu haben, und ruft den unbekannten Ritter Lohengrin zu Hilfe, der ihren Ankläger Mordigall im Zweikampf besiegt. Nach der Hochzeit darf Elsa ihn nie nach seinem Namen fragen; als Mordigalls Frau Gertrude sie dazu verleitet, muss sich Lohengrin als Gralsritter offenbaren und verschwinden – der Schwan, der seinen Kahn zieht, entpuppt sich als der von Gertrude verzauberte Pafnuzi.

Kulturelle Bedeutung

Die zeitgenössische Kritik reagierte verhalten; die Wiener Theaterzeitung bemängelte, dem Stück fehle die eigentliche Parodie. Mit nur 16 Aufführungen zählt Nestroys „Lohengrin“ zur schwächer rezipierten Gruppe seiner Spätwerke.

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