Über das Werk
Posse mit Gesang in drei Akten von Johann Nestroy nach John Pooles englischer Komödie „Patrician and Parvenu“ (Uraufführung 21. März 1835, Theatre Royal Drury Lane, London), uraufgeführt am 23. März 1843 im Theater an der Wien als Benefizvorstellung für den Dichter. Die Musik stammt von Michael Hebenstreit.
Handlung
Im Gasthaus „Zum silbernen Rappen“ will der mittellose Anton Buchner die reich gewordene Fanny heiraten, während der Hochstapler Nebel eine adelige Identität vortäuscht, um die vermögende ältere Lucia Distel zu gewinnen. Verwechslungen und Intrigen führen mehrere Liebespaare zusammen, ehe Nebels Schwindel auffliegt und er – anders als sonst bei Nestroy üblich – ohne Lohn für seine Machenschaften bleibt.
Kulturelle Bedeutung
Der Sammler lobte die „Fülle von Witz, Satyre, pikanter Einfälle“, der Wanderer nannte Nestroy den „Alleinherrscher im Reiche des Jokus“; die Sonntagsblätter kritisierten dagegen die „Possen-Seichtheit“. Ungewöhnlich für Nestroy ist, dass der komische Intrigant Nebel am Ende scheitert statt belohnt zu werden – Adolf Bäuerle vermerkte dies eigens in der Wiener Theaterzeitung als Ausnahme.