Les martyrs
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Les martyrs

Gaetano Donizetti
Oper · 1840

Über das Werk

„Les martyrs“ ist Donizettis vieraktige Grand-opéra-Fassung seines 1838 für Neapel komponierten „Poliuto“, das die dortige Zensur wegen des christlichen Märtyrerstoffs verboten hatte. Nach seiner Übersiedlung nach Paris ließ Donizetti das Libretto durch Eugène Scribe umarbeiten und erweiterte die Partitur um eine neue Ouvertüre, ein Ballett und ein groß angelegtes Finale; die Uraufführung fand am 10. April 1840 an der Pariser Opéra statt, mit Gilbert Duprez und Julie Dorus-Gras in den Hauptpartien.

Handlung

Der römische Statthalter Polyeucte bekennt sich heimlich zum Christentum und zerstört einen heidnischen Altar. Seine Frau Pauline steht zwischen der Liebe zu ihrem Mann und der Treue zu ihrem Vater Félix sowie ihrem früheren Verehrer Sévère, der als römischer Prokonsul zurückkehrt. Am Ende bekennt sich auch Pauline zum christlichen Glauben, und beide gehen gemeinsam in den Tod.

Kulturelle Bedeutung

Rund achtzig Prozent der Musik übernahm Donizetti aus „Poliuto“, passte die Partien jedoch an den Startenor Duprez und die Konventionen der Grand opéra an. Die Oper wurde in ihrer ersten Spielzeit mit zwanzig Vorstellungen kommerziell erfolgreich, während die Kritik uneins blieb, ob die italienischen Wurzeln des Werks mit dem französischen Stil harmonierten. Die ursprüngliche italienische Fassung „Poliuto“ kam erst nach Donizettis Tod, 1848, an der Scala heraus.

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